Schreibbegleitung, 2011

Fast lebenslänglich

Als Kind konnte sie die mitleidigen und argwöhnischen Blicke und drakonischen Strafen nicht verstehen. Sie wusste nicht, dass sie die Tochter eines Mörders ist.


Als Jugendliche erfährt sie es durch Zufall. Sie lernt ihren Vater kennen, kümmert sich während seiner Gefängniszeit um ihn und wird von ihm enttäuscht, als er wieder auf freiem Fuß ist.

Als Erwachsene und Mutter soll sie das Familiengeheimnis wahren und leidet unter der Last des Schweigens und der eigenen Unglaubwürdigkeit.

Als Großmutter befreit sie sich und ihre Familie davon: sie schreibt es auf, unprätentiös und wahrhaftig. Das kann auch andere Menschen ermutigen.